Behandlung von Leukämien und verwandten bösartigen Blutkrankheiten

In den 60er Jahren wurden eine Reihe von Medikamenten gegen Leukämien entwickelt, die den Weg für die heute übliche Chemotherapie ebneten. In den 70er Jahren stellte Donald Thomas in Seattle/USA eine neue Behandlungsmethode für Leukämiepatienten vor: die Knochenmarktransplantation. 1990 erhielt er für seine Entdeckung den Nobelpreis für Medizin. In neuester Zeit ist es gelungen, künstliche Antikörper herzustellen, welche die Zellen von Leukämien und maligne Lymphomen angreifen. Heute haben sich folgende Behandlungsformen etabliert:


Informationen zur Typisierung

Bei der Knochenmarktransplantation ist eine große Übereinstimmung der HLA-Gewebemerkmale eine wichtige Voraussetzung, für die Erfolgsaussichten der Behandlung. In vielen in- und ausländischen Spenderdateien werden die Daten der Typisierten gesammelt und stehen so den Patienten zur Verfügung. Detaillierte Informationen zur Typisierung und den damit verbundenen Fragen bieten beispielweise folgende Links:

AKB Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern

www.akb.de

Deutsche Stammzellspenderdatei

www.stammzellspenderdatei.de

DKMS

www.dkms.de

Knochenmarkspenderzentrale der Universität Düsseldorf

www.kmsz.de

NKR

www.nkr-hannover.de

Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende

www.knochenmarkspende-deutschland.de

 Zentrales Knochenmarkspender-Register Deutschland

www.zkrd.de


Chemotherapie

Die Behandlung von Leukämien und verwandten bösartigen Blutkrankheiten beginnt in der Regel mit zellwachstumshemmenden Medikamenten, sog. Zytostatika. Je nach Krankheitsbild und individuellem Verlauf der Krankheit wird diese Chemotherapie durch andere Behandlungsmethoden wie Strahlentherapie oder Knochenmarktransplantation ergänzt oder ersetzt. Das Ziel der Chemotherapie ist, die Leukämiezellen vollständig zu zerstören oder möglichst weit zurückzudrängen. Die Medikamente greifen besonders Zellen während der Zellteilung an. Dadurch werden vor allem die Tumorzellen geschädigt, die sich unkontrolliert ständig vermehren. Mit der Chemotherapie erreicht man häufig eine vollständige Krankheitsrückbildung (komplette Remission) oder zumindest eine Reduzierung der Leukämiezellen (Teilremission) mit Besserung der normalen Blutzellbildung. Im Anschluss an die erste Behandlungsphase, der sog. Induktionstherapie, folgt entweder eine Konsolidations- (Festigungs-) Behandlung mit ähnlichem Medikamenten, wie sie für die Induktionstherapie verwendet wurden, oder eine Dauertherapie, die ambulant durchgeführt werden kann. Die Behandlung dauert insgesamt etwa zwei bis drei Jahre, je nach Leukämieart und individuellem Verlauf der Krankheit auch kürzer oder länger. Wenn der Patient insgesamt fünf Jahre keinen Rückfall erleidet, also kein Rezidiv auftritt, gilt er für statistische Zwecke als geheilt. In Einzelfällen kann allerdings auch nach einer so langen Beobachtungszeit ein Rückfall eintreten.

Leider gibt es bis heute nur wenige bei einzelnen Leukämieformen wirksame Medikamente, mit denen man ausschließlich die Krebszellen bekämpfen kann, ohne dass auch gesundes Gewebe angegriffen würde. Die meisten zytostatisch wirksamen Medikamente hemmen nicht nur die Teilung der leukämischen Zellen, sondern auch die Produktion von gesunden Blutbestandteilen und anderen Körperzellen. Dadurch kann es zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, wie Infektionen, Blutarmut, Blutungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Haarausfall kommen. Diese Nebenwirkungen können zum Teil mit Medikamenten abgemildert werden. Nach Abschluss der Chemotherapie verschwinden sie ganz.
Antikörper werden heute überwiegend zur Verstärkung der klassischen Chemotherapie, in bestimmten Fällen aber auch allein eingesetzt, um eine Verminderung der Leukämiezellen zu erreichen. Solche Antikörper stehen heute vor allem zur Behandlung einiger Formen der malignen Lymphome zur Verfügung.

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Stammzelltransplantation

In vielen Fällen reicht die Anwendung zellhemmender Medikamente (Zytostatika) nicht aus, um alle Leukämiezellen zu zerstören. Nach einer Chemotherapie kann es im weiteren Verlauf daher zu einer Wiedererkrankung (Rezidiv) kommen. Eine weitere Hochdosis-Chemotherapie kann die Leukämiezellen zwar vernichten, gleichzeitig aber wird die gesamte Blutbildung und dadurch die körpereigene Abwehr weitgehend zerstört. Danach müssen gesunde blutbildende Stammzellen wieder ihre Funktion aufnehmen können. Mit verschiedenen Methoden der Übertragung menschlicher blutbildender (hämatopoetischer) Stammzellen versucht man, die normale Blutbildung wieder herzustellen.

Bei der allogenen Transplantation werden dem Patienten im Anschluss an eine Hochdosistherapie mit Zytostatika, eventuell unterstützt durch eine Bestrahlung, die Stammzellen aus Blut oder Knochenmark eines geeigneten Spenders durch Infusion in eine Vene übertragen. Die Stammzellen der Blutbildung beginnen, neue funktionstüchtige Blutzellen zu bilden. Gibt es in der Familie des Patienten keinen geeigneten Spender, wird in den nationalen und internationalen Knochenmarkspenderregistern gesucht. Diese weltweite Suche führt in über 50% der Fälle zum Erfolg. Entscheidend ist dabei die Gewebeverträglichkeit zwischen Spender und Empfänger. Denn wenn die mit übertragenen Abwehrzellen des Spenders die Gewebemerkmale des Empfängers als "fremd" erkennen, bekämpfen sie den Organismus des Empfängers, und es kommt nach der Transplantation zu schweren immunologischen Reaktionen (Graft versus Host Reaktion). Allerdings kann die leichtere Form dieser Reaktion auch nützlich sein, wenn vorwiegend restliche Leukämiezellen von den übertragenen Zellen angegriffen werden (Graft versus Leukaemia-Reaktion).

Bei der autologen Transplantation ist der Patient sein eigener Spender. Mit einer ersten Chemotherapie werden die Leukämiezellen im Körper vernichtet. Dem Patienten werden Stammzellen aus Blut oder Knochenmark entnommen und nach einer zweiten hoch dosierten Chemotherapie, die das restliche Knochenmark im Körper zerstört, zurück übertragen. Ein Vorteil dieser Methode liegt darin, dass keine Abwehrreaktionen gegen den Empfänger auftreten können und die Blutbildung schneller wieder in Gang kommt. Ein Nachteil ist die mögliche Mitübertragung restlicher Leukämiezellen mit der Rückgabe des Marks. Um dieses Risiko möglichst gering zu halten, versucht man, die entnommenen Zellen vorher mit verschiedenen Methoden im Reagenzglas zu "reinigen".

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Blutstammzelltransplantation

Eine Weiterentwicklung der Knochenmarktransplantation ist die periphere Blutstammzelltransplantation (SZT). Bei dieser Methode wird dem Patienten nicht Knochenmark, sondern Stammzellen aus dem Blutkreislauf des Spenders übertragen, so dass die Entnahme ohne Vollnarkose erfolgen kann. Es hat sich gezeigt, dass bei dieser Methode die Stammzellen im Körper des Empfängers sogar schneller anwachsen und die Bildung gesunder Blutzellen schneller beginnt als mit der Knochenmarktransplantation. Damit ist die Phase der Infektions- und Blutungsgefahr kürzer.

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Nabelschnurblut

Zum Zeitpunkt der Geburt hat das Blut in der Nabelschnur einen hohen Anteil an Stammzellen, wie sie für Transplantationen zur Behandlung von Blutkrankheiten benötigt werden. Die Übertragung von Nabelschnurblut, auch Plazenta-Restblut genannt, stellt eine weitere Möglichkeit zur Heilung von Blutkrankheiten, also auch von Leukämie, dar. Das gilt vor allem für Kinder, da für Erwachsene die gewinnbare Stammzellmenge meist nicht ausreicht. Die viel versprechenden Ergebnisse der Nabelschnurbluttransplantation haben die Wissenschaftler ermutigt, Stammzell-Banken aus Nabelschnur-Restblut anzulegen, weil dieses bestimmte Vorteile gegenüber Knochenmark als Stammzelltransplantat aufweist:

Das Nabelschnur-Restblut aus der Placenta fällt bei jeder Entbindung an. Früher gab es dafür keine Verwendung. Im Nabelschnurblut sind kaum übertragbare Infektionskrankheiten vorhanden. Die Vermittlung eines Transplantats kann rasch erfolgen, da anders als bei den Knochenmarkspenderdateien nicht nur die Daten gespeichert, sondern die einsatzbereiten Transplantate eingelagert sind.

Ob die Gefahr eines Abstoßungseffektes (Graft versus Host) oder einer Immunattacke des Spenderzellen gegen Gewebe des Empfänger bei nicht vollkommener Gewebeübereinstimmung (HLA mismatch) verringert werden kann, wird derzeit untersucht. Dasselbe gilt für die Vermehrung der Stammzellen auch außerhalb des Körpers. Sollte dies gelingen so könnte in Zukunft eine Nabelschnur-Blutprobe so "angereichert" werden, dass sie für mehr als nur ein Transplantat zur Verfügung stünde.

Nähere Informationen erhalten Sie bei der 
Nabelschnurblut-Bank der
Universität Düsseldorf

Prof. Dr. Gesine Kögler
Tel.: 0211/81-16794
e-mail: koegler@ itz.uni-duesseldorf.de

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