José Carreras-DGHO-Promotionsstipendien an vier Nachwuchswissenschaftlerinnen vergeben

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Förderung von Doktoranden für den Kampf gegen Leukämie und verwandter bösartiger Blut- und Knochenmarkserkrankungen: Heute verleihen die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung (DJCLS) und die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) Promotionsstipendien an vier Studentinnen im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung. Empfängerinnen der Förderung sind Bianca Bohmeier (Universitätsmedizin Greifswald), Hélèna Emilia Oona Bresser (Universitätsklinikum Freiburg), Carla Bühring-Uhle (Klinikum rechts der Isar/Technische Universität München) und Alexandra Lazarides (Charité Berlin).

Die von der DJCLS finanzierte Förderung ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert und wird zweimal jährlich vergeben, um exzellenten und besonders motivierten wissenschaftlichen Nachwuchs für die Leukämieforschung auf Basis von Promotionsstipendien zu gewinnen.

Dr. Ulrike Serini, Geschäftsführerin der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung: „Wir sind davon überzeugt, dass es nur durch Forschung und Wissenschaft möglich sein wird, Therapien von Leukämien und deren Heilungschancen immer weiter zu verbessern. Daher haben wir unter anderem die José Carreras-DGHO-Promotionsstipendien ins Leben gerufen und so Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler bereits mit über 500.000 Euro unterstützt. Wir freuen uns, wieder in der glücklichen Lage gewesen zu sein, herausragende Talente auswählen zu können.“

Prof. Dr. med. Lorenz Trümper, Geschäftsführender Vorsitzender der DGHO und Vorstand Krankenversorgung der Universitätsmedizin Göttingen: „Die Wissenschaft lebt vom Streben nach Wissensvermehrung. Dieses neu gewonnene Wissen können wir dann in der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Blut- und Krebserkrankungen umsetzen. Dabei ist es in besonderem Maße der wissenschaftliche und ärztliche Nachwuchs, der diese Wissensgenerierung vorantreibt. Daher freuen wir uns außerordentlich, dass wir jungen Kolleginnen und Kollegen mit dem José Carreras-DGHO-Promotionsstipendium einen wichtigen Forschungsraum bieten können.“

 

Was die Promotionsstipendiatinnen sagen:

Bianca Bohmeier (Universitätsmedizin Greifswald)
„Das José Carreras-DGHO-Promotionsstipendium bietet mir die Möglichkeit, mich darauf zu konzentrieren, die Krebsmedizin auf molekularer Ebene besser zu verstehen. Gerade bei Krebserkrankungen ist die Untersuchung auf molekularer Veränderungen wichtig, um therapeutische Angriffspunkte definieren zu können. In meiner Promotionsarbeit werde ich einen möglichen therapeutischen Ansatz bei JAK-mutierten myeloproliferativen Neoplasien (MPN) untersuchen. Die pharmakologische Hemmung eines speziellen molekularen Schalters kann hier möglicherweise zu einer Abnahme der malignen Zellen und zu einer Verbesserung des Krankheitsverlaufes führen.“

Hélèna Emilia Oona Bresser (Universitätsklinikum Freiburg)
„Ich möchte einen Beitrag zur Etablierung von besser verträglicheren AML-Therapien leisten. Bei AML-Patienten, für die eine intensive Chemotherapie nicht in Frage kommt, werden epigenetische besser verträgliche Therapien eingesetzt. Resistenzentwicklungen gegen diese Therapien sind allerdings sehr häufig. Daher untersuche ich entsprechende Resistenzmechanismen und wie man diese mit rationalen Kombinationstherapien bewältigen könnte. Das Promotionsstipendium ermöglicht mir dabei, mich voll und ganz auf mein Forschungsprojekt zu fokussieren.“


Carla Bühring-Uhle (Klinikum rechts der Isar/Technische Universität, München)
„Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine der häufigsten hämatologischen Neoplasien. Trotz umfassender Forschungsanstrengungen der letzten Jahre bleiben die Überlebensraten jedoch weiterhin niedrig. In meinem Projekt beschäftige ich mich mit dem Stoffwechsel von Leukämiezellen und seinem Einfluss auf deren Bösartigkeit. Die Dringlichkeit neuer Therapieansätze war ein ausschlaggebender Grund für mich, dieses Projekt zu wählen. Dank der José Carreras Leukämie-Stiftung und der DGHO ist es mir nun möglich, meine Zeit vollkommen der Forschung zu widmen.“

Alexandra Lazarides (Charité Berlin)
„Bei Patienten mit multiplem Myelom spielen genetische Faktoren eine besondere Rolle für das Therapieansprechen. Ziel meiner Arbeit ist es, die patientenindividuelle Tumorcharakterisierung zu verbessern und neue therapeutisch relevante Gruppen zu entdecken. Das José Carreras-DGHO-Promotionsstipendium ermöglicht es mir, ein Jahr lang mein Engagement vollständig in die experimentelle Forschung zu investieren, um diese voranzutreiben sowie persönlich zu wachsen. Schon lange habe ich ein genuines Interesse an der medizinischen Forschung und freue mich darauf diesem jetzt uneingeschränkt nachgehen zu dürfen.“

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